Worte wie Bilder haben die Kraft, Freiheiten und Möglichkeiten zu schaffen, aber auch Denkverbote und Grenzen zu etablieren.

Wie oft treffen wir auf Frauen, die nur mit Schamesröte im Gesicht – wenn überhaupt – über ihre Geschlechtsteile sprechen können? Vielleicht ist es an der Zeit unseren Kindern die Worte zu geben, die es ihnen später ermöglichen frei, selbstbewusst und selbstbestimmt über ihren Körper zu sprechen und zu verfügen. Spätestens in der Pubertät merken Mädchen und Jungen nämlich, dass Worte wie „Mumu“ und „da unten“ oder auch „Pillermann“ nicht geeignet sind, sich aufrichtig, echt und respektvoll zu unterhalten. Dabei sind solche Gespräche gerade in dieser Zeit so wichtig und es ist schade, wenn sie an fehlenden Worten scheitern.

Geben wir unseren Kindern doch von Anfang an die Worte mit, die sie später stärken! Statt „Mumu“, „unten rum“ und „die Scham“ einfach mal Vulva, Vagina und Klitoris benennen und so Klarheit und Selbstbewusstsein schaffen!

Hier noch ein Link zu einer popkulturellen Auseinandersetzung mit den Themen Bodyshaming und Geschlechtergleichberechtigung von Giulia Becker.

Ein Eintrag außer der Reihe zum Weltfrauentag

2 Gedanken zu „Ein Eintrag außer der Reihe zum Weltfrauentag

  • 8. März 2017 bei 14:22
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    Ich komme mit dem Begriff Scheide gut klar, vielleicht hat mir deshalb das Lied von Giulia Becker auch gut gefallen. Nicht nur die Scheide sollte von Frauen offen ausgesprochen werden, auch das NEIN! (nicht nur in Bezug auf Vergewaltigung) sondern auch in Bezug auf das Arbeitsleben. Nein, diese Arbeit entspricht nicht meiner Vorstellung, nein, ich stelle mir mehr Geld vor, nein, ich will ein größeres Büro usw. usw. Frauen sagen zuwenig NEIN! meist aus Angst zu verletzen, aus Harmoniesucht etc. Dabei bringt es uns nach vorne, wenn wir nein sagen, meistens wird dann eine bessere Lösung gefunden.

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    • 8. März 2017 bei 16:34
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      Danke Susanne!

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