Schon bemerkt, dass wir mit der Ankündigung unseres neuen Bilderbuches Die Geschichte von Tui-Tiu auch eine neue Preispolitik eingeführt haben?
Ab sofort gibt es bei den Preisen der Bücher des Eichhörnchenverlags keine 90-, 95-, oder 99-Cent-Beträge mehr. Stattdessen erwarten euch nur noch schöne runde Euro-Beträge und höchstens einmal 50-Cent Beträge, zum Beispiel wie gehabt beim Versand.
Einige große Verlage haben dieses Preiskonzept mit unterschiedlichen Begründungen bereits für sich entdeckt und umgesetzt. Bei Oetinger zum Beispiel: heißt es „Die runden Preise entsprechen der Wertigkeit unserer Produkte und wir sind davon überzeugt, dass sie von den Kunden als klares Signal begrüßt werden“ (Thilo Schmid, Verlagsgruppe Oetinger). Manche Verlage verabschieden sich zunächst auch nur von den 99-Cent-Beträgen, um damit auch dem Buchhandel entgegenzukommen. (Mehr dazu hier und hier und hier)
Die großen Verlage haben gute Gründe für ihre Entscheidungen, die auch dem Eichhörnchenverlag einleuchten. Ausschlaggebend waren dann aber doch zwei andere Argumente.
Zum einen verkaufen wir unsere Bücher auch gelegentlich direkt auf Märkten und ähnlichen Veranstaltungen und da ist es für uns schlicht einfacher, wenn wir nicht auf den 10-Cent-Vorrat achten müssen. Auch haben wir gemerkt, dass der ganz große Teil der Käufer*innen bei diesen Gelegenheiten gern die 10 Cent als Trinkgeld da lässt und offenbar auch der Meinung ist, dass unsere Bücher das wert sind. Danke dafür! 🙂
Zum anderen wissen wir, dass die Pfennigfuchserei in den höheren Cent-Beträgen genau dies ist: eine Fuchserei. Die sogenannten gebrochenen Preise oder Schwellenpreise sind ein psychologischer Trick, um dem Kunden die Kaufentscheidung vermeintlich leichter zu machen. In Zeiten des Internethandels mag auch ein Rankingargument bei nach Preisen sortierten Listen in Onlineshops hinzukommen.
Nun ist es ohnehin nicht so, dass unsere Bücher zum klassischen Spontankaufsortiment gehören, aber darüber hinaus ergibt sich hier für uns eine Frage zu unserer Unternehmensphilosophie.
Der Eichhörnchenverlag soll ein weitgehend transparentes, aber vor allem nach allen Seiten hin, fair agierendes Unternehmen sein, dass ohne Tricks und Hintergedanken auskommt. Darum verabschieden wir uns nun mit zwei lachenden Augen von einem klassischen Hinweis aus diversen Wirtschaftsratgebern und freuen uns auf schöne runde Zahlen, die es uns leichter machen werden und auch nach allen Seiten hin fairer und ehrlicher sind.
Wie beurteilt ihr diesen Schritt, nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Verlagen? Ich freue mich, wenn der/die ein oder andere Lust hat, in die Kommentare zu schreiben.

Decision-making hinter den Kulissen – Runde Preise
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